Tag 53 – Mit dem Motorrad nach Taganana

Nikon D7000 Featurette – Island Of Dreams 2011 – Not a Nikon D4 Video 🙁

In grauer Vorzeit ist Teneriffa aus den drei Vulkanen Anaga, Teno und Teide zusammengewachsen. Als ältester Vulkan hat der Anaga das gleichnamige Gebirge aufgeworfen und entsprechend seines Alters ist dieser Teil von Teneriffa besonders urig, saftig und grün. Hinzu kommt die spezielle geografische Lage, die Ursache für dichte Nebelschwaden die häufig über das Gebirge ziehen und so für die „Nebelwälder“ verantwortlich sind. An der nördlichen Seite dieses Gebirges liegt der kleine Ort Taganana, welcher lange Zeit nur zu Fuß oder vom Meer erreicht werden konnte. Am Strand von Taganana gibt es den überaus markanten „Roque de las Bodegas“. Hier wurden früher Weinfässer ins Meer geworfen und mit Seilen zu den großen Segelschiffen gezogen, die auf dem Weg nach Südamerika Station auf Teneriffa machten.

Gleich bei diesem Felsen gibt es einige gute Fischrestaurants, die wir schon oft besucht haben, allerdings immer nur mit dem Mietwagen. Heute will meine Sandra es mal mit der gemieteten BMW F800r nach Taganana wagen. Wir starten in Puerto de La Cruz gegen 11h bei 28°C und fahren über die Autobahn in Richtung La Laguna. An der Abfahrt zur neuen Umgehungsstraße sehe ich etwas spät, dass wir dort die Autobahn verlassen müssen und biege etwas kurzentschlossen ab. Sandra ist gerade neben mir auf der mittleren Fahrspur, zu spät um die Autobahn zu verlassen. Während ich seitlich die Rampe zum Kreisverkehr hinunter fahre sehe ich sie mit fragendem Blick oben auf der Autobahn weiter geradeaus fahren. Halten kann ich erst kurz nach dem Kreisverkehr. Als ich nach ein paar Minuten mein Telefon hervorgeholt habe um ihr zu erklären wie sie mich wiederfindet, kommt sie schon um die Ecke gefahren.

Taganana-Route-01

Gemeinsam geht es in Richtung Las Mercedes und dann durch den Nebelwald bis unterhalb von El Bailadero. Hier könnte man links abbiegen und bis an das äußerste Ende des Anaga-Gebirges fahren. Wir fahren aber geradeaus weiter und erreichen nach einigen Kurven und einem Tunnel die nördliche Seite des Gebirgskammes. Nun geht es steil mit etlichen scharfen Kurven den Berg hinab bis wir Taganana und schließlich am Roque de las Bodegas ankommen. In unserem präferierten Restaurant gibt es wie immer Garnelen die in heißem Olivenöl mit irre viel Knoblauch frittiert wurden. Danach wird ein Salat aufgetischt, es gibt reichlich Brot mit Aioli und einen gegrillten großen Fisch der hier ‚Cerne‚ genannt wird. Nach einiger Recherche bin ich fast sicher, dass es sich dabei um einen Wrackbarsch handelt. Im echten Leben sieht dieser Fisch ziemlich fies aus, gegrillt auf dem großen Teller irgendwie auch. Aber er schmeckt trotzdem immer wieder ganz hervorragend.

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Nach dem Essen geht es wieder den Berg hinauf, statt zurückzufahren entschließen wir uns aber auf die südliche Seite der Insel nach Santa Cruz de Tenerife zu düsen, dann am Meer entlang bis nach Güimar und von dort die geile 22km lange Auffahrt hoch zum Teide zu nehmen. Später wollen wir über La Orotava wieder hinunter nach Puerto de la Cruz fahren.

Auf dem nächsten Bild sieht man das Anaga-Gebirge von einem Aussichtspunkt der sehr weit im Norden liegt. Taganana wäre hier ganz rechts im Bild und Santa Cruz ganz links. Heute fahren wir mit unseren Motorrädern auf fast endlosen Kurven von „ganz links“ nach „ganz rechts“. Danach der Sonne entgegen und über die Insel wieder nach „hinten rechts“.

Anaga-Sunset

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Die Auffahrt über Güimar ist immer wieder der Knaller überhaupt. Auf meiner Liste der Motorradstrecken auf Teneriffa, ist diese Straße ganz klar meine Nummer EINS.

BMW F800 - Canadas del Teide

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Den Abend beschließen wir im Monasterio bei Los Realejos. In meinem letzten Post habe ich mich übrigens vertan und den Abend im Monasterio etwas „vorgezogen“. Tatsächlich haben wir den Vorabend am Pool im Hotel Monopol bei einem Glas Sekt verbracht.

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So geht dann der zweite Tag mit der gemieteten BMW F800r zu Ende. Am ersten Tag haben wir 250 Kilometer abgespult, am heutigen Tag sind es „nur“ 180 Kilometer, aber die hatten es in sich. Die nagelneuen Reifen des Typs Bridgestone BATTLAX BT-016 harmonisieren sehr gut mit der BMW F800. Das Handling ist sehr einfach und meine Sandra hat schon am ersten Tag viele Kurven in teils abenteuerlicher Schräglage genommen. Die BMW F800 ist für diese Insel das ideale Motorrad. Dank der niedrigen Sitzposition kann Sandra die Füße sicher auf den Boden stellen, der Motor ist bärenstark und schiebt dieses leichte Motorrad im zweiten und dritten Gang sehr geschmeidig die Berge hinauf. Häufig ist so damit sogar ein wenig schneller gewesen als ich mit meiner schweren BMW K1200r Sport. Auf den langen Geraden konnte ich sie natürlich leicht abhängen, aber in Kombinationen aus vielen aufeinander folgenden engen Kurven hatte ich mitunter Mühe an ihr dran zu bleiben.

All dies dokumentieren meine GoPro Videos sehr schön, die ich hier leider nicht hochladen kann weil die Internet-Anbindung so schlecht ist.

Für den dritten Tag hat sich meine Sandra eine Tour zum Punta de Teno und nach Masca gewünscht. Mehr dazu im nächsten Artikel.

3 Kommentare zu “Tag 53 – Mit dem Motorrad nach Taganana

  1. […] Tag 53 – Mit dem Motorrad nach Taganana […]

  2. Anas

    LOL

    DAS ist wohl der Zustand namens Tiefenentspannt: In meinem letzten Post habe ich mich übrigens vertan und den Abend im Monasterio etwas „vorgezogen

    Zu viel Entspannung ist ungesund ☺

  3. […] Tag 53 – Mit dem Motorrad nach Taganana […]

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